Autor

Mein Name ist Felix Bölter.

Nach meinem Abitur habe ich von 2009 bis 2012 das duale Studium zum Polizeikommissar bei der Bundespolizei absolviert. Anschließend war ich bis 2018 als Streifenbeamter und stellvertretender Gruppenleiter im Aufgabenbereich der Bahnpolizei tätig.

Seit 2018 arbeite ich in einem spezialisierten Aufgabenbereich, zu dem ich aufgrund der besonderen Sensibilität der Tätigkeit keine näheren Angaben machen möchte. Ich bitte alle Kollegen, Freunde und Bekannten, die meine aktuelle Verwendung kennen, diesen Wunsch zu respektieren.

Neben meiner beruflichen Tätigkeit bin ich politisch bei der Partei der Humanisten und dem Hans-Albert-Institut aktiv. Ich lebe mit meiner Frau unserem Sohn in der Nähe von Berlin.


Motivation

In letzter Zeit haben aber vor allem tragische Themen die öffentliche Wahrnehmung der Polizei dominiert: Rassismus oder Rechtsextremismus, Racial Profiling, Polizeigewalt oder Einsätze mit tödlichem Ausgang. Die öffentliche Diskussion um solche Themen verläuft in meist wiederkehrenden Bahnen. Zwischen den reflexartigen Beschwichtigungen von Gewerkschaftern und konservativen Politikern einerseits und den oft schrillen Anklagen der Polizeikritiker andererseits gehen viele Nuancen, Details und wichtige Informationen verloren.

Trotzdem vertrauen die Deutschen keiner Berufsgruppe so sehr wie der Polizei. Dieser Vertrauensvorschuss ist aber weder selbstverständlich noch unbegrenzt. Er muss immer wieder neu verdient werden. Das leisten ganz maßgeblich die einzelnen Polizisten mit ihrer täglichen professionellen Arbeit. In den öffentlichen Debatten fehlen deren Eindrücke und Wortmeldungen aber fast gänzlich. Ich halte das für nicht mehr zeitgemäß.


Auftrag/Absicht

Erstens möchte ich mit dem Tabu der öffentlichen Kritik an Polizeiarbeit durch Polizisten brechen. Mir fällt keine andere Berufsgruppe ein, die sich derart selbst zensiert.

Zweitens möchte ich zur Versachlichung und zu mehr gegenseitigem Verständnis beitragen. Mit Einblicken in die diversen Facetten von Polizeiarbeit soll Kritikern der Polizei zu einem differenzierteren Blick auf diesen sehr besonderen Beruf verhelfen. Unter meinen Kollegen werde ich dagegen für eine zeitgemäße Fehlerkultur und ein Streben nach immer besserer Polizeiarbeit werben.

Drittens starte ich diesen Blog auch, um durch die vertiefte Auseinandersetzung mit den zahlreichen Themenfeldern selbst immer weiter als Polizist zu wachsen. Dafür ist sachliche Kritik unverzichtbar. Alle Leser sind daher herzlich eingeladen, mir zu widersprechen, fachliche Fehler oder Irrtümer aufzuzeigen und mich eines Besseren zu belehren, wo immer es geht.